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Die mittleren Sechzigerjahre waren eine Zeit des Aufbruchs, Umbruchs und der Entdeckungen.
Spontan und scheinbar aus dem Nichts trat eine weltweite Jugendbewegung auf den Plan, die nicht mehr aufzuhalten war. Musiker, Dichter, Denker, Mitläufer und Träumer- sie alle nannten sich Hippies. Das Musical „Hair“ erzählt von Werten wie Liebe, Frieden und Freiheit, vom Haschischduft und den Blumenkindern der Hippie-Kultur.

Das Eintreffen des Einberufungsbefehls für Claude zum Militärdienst in Vietnam ist für ihn und seine Freunde Anlass zum Aufbegehren gegen bürgerliche Ansichten und Verhaltensweisen. In Songs und Tanznummern artikulieren sie ihren Unmut, aber auch ihre Träume. Sie sind beseelt von einer undefinierbaren Religiosität und hoffen auf ein neues, besseres Zeitalter im Sternzeichen des Wassermanns. Zur Gruppe um Claude gehören sein Freund George Berger, der gerade von der High School geflogen ist, Sheila, die zwischen den beiden steht und für Frauenrechte demonstriert, Woof, dessen Vorbild Mick Jagger ist und der vom Christlichen Verein Junger Männer ausgeschlossen wurde, und Hud, der einen Hang zur Black-Power-Bewegung hat, doch in seinem Wesen witzig und gutmütig ist. Allen gemeinsam ist ihre ablehnende Haltung gegenüber dem „Establishment“. Trotz seines inneren Protestes und seiner Anti-Kriegs-Haltung folgt Claude schließlich dem Befehl und tritt seinen Wehrdienst an.

1969 wurde Hair für zwei Tony Awards nominiert. Der Siegeszug von Hair hatte seinen Anfang genommen. Hits wie „Aquarius“, „Let the Sunshine in“ oder „Hair“ sind seitdem um die ganze Welt gegangen.

Dieses Musical ist mehr als nur ein nostalgischer Rückblick. Seit Beginn des Irakkrieges ist es aktueller denn je.